Ensemble Astraia

Seit ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit bei „Shiva for Anne“, dem 2014 bei der MärzMusik in Berlin uraufgeführten III. Teil der Jenseits-Trilogie von Mela Meierhans, verbindet die drei Sängerinnen Rebecca Ockenden (Sopran), Barbara Schingnitz (Mezzosopran) und Leslie Leon (Mezzosopran) eine teils enge musikalische Zusammenarbeit. Die Gründung ihres eigenen Ensembles Trio Astrea erfolgte Anfang des Jahres 2016. Motivation des Trios ist vor allen Dingen das Streben, innovative und einzigartige Klang- und Höreindrücke in der Verbindung von alter und neuer Musik, auch  verknüpft mit übergreifenden Improvisationen, entstehen zu lassen. Mit ZEICHEN UND WUNDER realisiert sich nun das erste Projekt der Formation

Aktuelles: Konzert Info

Uraufführung am 12. Januar 2018 im H95,
www.h95.ch
weitere Aufführungen am 13. und 14. Januar 2018

ZEICHEN UND WUNDER ist Klang- und Raumkonzept zugleich. Die Kombination der drei Frauenstimmen, die entweder allein, als Duo oder im Terzett ertönen, umreisst den musikalischen Raum des zeitenüberspannenden Projektes, das in behutsamer Regie (Fritz Hauser) gestaltet und eingebettet in die Lichtgestaltung von Brigitte Dubach visualisiert wird: Musikalische Impulse werden als Raum- und Bewegungsideen aufgenommen, Monolog wird durch Kommunikation erweitert, Einklang steht neben Mehrstimmigkeit, Harmonie und Disharmonie überlappen und ergänzen sich. In wechselnder Besetzung, collagenhaft bereits bestehende Musik mit Improvisatorischem verwebend oder sie sogar in simultaner Überlagerung präsentierend, öffnet sich dem Publikum eine akustische wie visuelle Mehrschichtigkeit, die mit elementaren, durch alle Zeiten hindurch kompositorisch gültigen Parametern wie Geräusch-Klang, Sprache-Ton, Stimme-Instrument spielt und sie hinterfragt. In einem offenen Raum bewegen sich die Figuren – sowohl die SängerInnen als auch die SchlagzeugerInnen.

Programm

Mela Meierhans:     WIND ZEIT TON (2016/17)
Fritz Hauser:              Konzeptstücke (2017)
Pérotin:                        Sederunt Principes (organum quadruplum, ca. 1199)
Anonymus:                Clausula In Seculum „D’Amiens Longum“ (13. Jh.)
Barbara Strozzi:       aus Il primo libro di madrigali, op. 1 (1644) :
Sonnetto proemio dell’opera
Le Tre Grazie a Venere
aus Cantate, ariette e duetti, op. 2 (1651):
Gl’occhi superbi
La riamata da chi amava aus Cantate e ariette, op. 3 (1654):
Begli occhi  aus Arie a voce sola, op. 8  (1664):
Che si può fare

Biographien

Rebecca Ockenden (Sopran)

Rebecca OckendenNach Abschluss ihres Magisterstudiums in Slawistik und Romanistik an der Universität Oxford studierte Rebecca Ockenden Gesang am Centre de Musique Baroque de Versailles. Es folgten zahlreiche Oratorienaufführungen und Soloabende. Unter J.-C. Malgoire debütierte sie am Théâtre des Champs-Elysées in Mozarts Le Nozze di Figaro. Weitere Bühnenerfahrung sammelte sie u.a. in Don Giovanni (Zerlina), Die Zauberflöte (Pamina), Kagels Aus Deutschland, Purcells Fairy Queen an der Opéra de Lyon und in Madrigalen von Gesualdo an der Opéra Garnier, Paris. Als Solistin mit Les Arts Florissants (W. Christie) sang sie Desmarests Grands Motets, Rameaus Zéphyre, Purcells King Arthur und Monteverdis Il Ritorno d’Ulisse in New York, London, Wien, Paris und am Festival von Aix-en-Provence. Ihre Solo-CD von Lautenliedern ist 2011 beim Label Ramée erschienen. Als Interpretin zeitgenössicher Musik trat sie außer in Mela Meierhans’ Shiva for Anne unter anderem auf der Opernbühne in Werken von Pascal Dusapin und Mauricio Kagel, auf dem Konzertpodium in Werken von Betsy Jolas, François Cattin und Hans-Jürg Meier in Erscheinung. Zurzeit ist sie in Basel wohnhaft und übt in der Schweiz und im Ausland eine rege Konzerttätigkeit aus.

Barbara Schingnitz (Mezzosopran)

Barbara SchingnitzBarbara Schingnitz absolvierte nach einem Diplom für Elementare Musikpädagogik das Lizentiat in Musikwissenschaft, neuer deutscher Literatur und Medienwissenschaft an der Universität Basel und studierte parallel dazu Gesang an der Musikhochschule Basel, wo sie mit Auszeichnung abschloss. Wichtige Impulse erhielt sie durch Meisterkurse u. a. bei Peter Schreier, Anne Sofie von Otter, Vesselina Kasarova, Graham Johnson, Michelle Breedt. Sie arbeitet als freischaffende Konzert- und Oratoriensängerin wie auch auf der Opernbühne vorwiegend in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Ihr solistisches Repertoire umfasst Partien vom Barock bis hin zu Uraufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten und zur Realisation unkonventioneller Musiktheaterprojekte durch innovative Formationen. Häufig ist sie auch als Sprecherin und (singende) Schauspielerin tätig, entwickelt Performancekonzepte für unterschiedliche Ensembles und führt Regie.

Leslie Leon (Mezzosopran)

Leslie LeonLeslie Leon studierte in Berlin und Hamburg und ist neben ihrer Bühnentätigkeit in Oper und Konzert eine gefragte Interpretin zeitgenössischer und alter Musik. Sie erhielt Einladungen unter anderem zum Lucerne Festival, Wien Modern, Musikfest Berlin, Festival de Mexico en el Centro Histórico, Theaterspektakel Zürich, Warschauer Herbst und MaerzMusik Berlin. Sie arbeitet mit Ensembles wie dem Klangforum Wien, dem ensemble für neue musik zürich und dem Gewandhaus Orchester Leipzig zusammen und brachte zahlreiche für sie geschriebene Werke in Musiktheater und Konzert zur Uraufführung. Leslie Leon hat zur Stimme in der zeitgenössischen Vokalmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg promoviert und aktuell eine Professur an der DEKRA Hochschule für Medien Berlin und eine Dozentur an der Hochschule für Musik Leipzig Mendelssohn Bartholdy inne. Als Vocal-Coach ist sie u. a. für das Goethe Institut tätig. www.leslieleon.net

Kontakt

Ensemble Astraia

c/o Barbara Schingnitz
Emil Frey-Str. 79
4142 Münchenstein